Entwicklung

Prinzipiell kann jeder Dieselmotor mit Biodiesel betrieben werden. Praktisch jedoch bedarf es entweder der Freigabe des jeweiligen Herstellers oder einer Umrüstung des Dichtungsmaterials auf Biodiesel beständigen Flurokautschuk. Besonders im Flottenbetrieb bzw. im lokalen Bereich hat dieser alternative Kraftstoff seine Verwendung gefunden. Durch die biologische Abbaubarkeit des BioDiesels ergibt sich ein breites und nahezu uneingeschränktes Einsatzgebiet in umweltsensiblen Bereichen wie:

  • in Naturparks
  • im alpinen Gelände
  • in Wasserschutzgebieten
  • auf Schipisten
  • in Forstbetrieben
  • in Gewässern, Binnen- und Küstenschifffahrt
  • in Bergwerken
  • in städtischen Ballungszentren
  • in umweltbewußten Gemeinden
  • in Landwirtschaft und Industrie.

Der ökologische Vorteil liegt insbesondere in der "CO2-Neutralität", denn bei den Verbrennungen in Feuerungsanlagen oder Motoren wird nur soviel Kohlendioxid freigesetzt, wie die Ölpflanze vorher bei der Photosynthese aus der Luft aufgenommen hat. Für den Einsatz in konventionellen Dieselmotoren wird Rapsöl mit Methanol umgeestert. Dabei wird ein Gemisch langkettiger Fettsäuremethylester, der sogenannte "Biodiesel", erhalten.

Gleichzeitig fällt wertvolles Glycerin als Beiprodukt an. Aufgrund seiner biologischen Abbaubarkeit und der günstigen Abgaswerte (z. B. weniger Ruß bei der Verbrennung im Motor) ist Biodiesel ein umweltfreundlicher Kraftstoff. Allerdings liegen Rohstoff- und Herstellungskosten von Biodiesel, der in Deutschland an rund 400 Tankstellen erhältlich ist, deutlich über jenen von Mineralöl-Diesel.

 

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